# Funkhandbuch

# Merkzettel Frequenzbereiche

**Flugfunk (AM):**

- **118.430 MHz (konnte nicht überprüft werden) - eher 119.550.000 MhZ**
- **123.300 MHz (Radar)**
- **126.175 MHz (Berlin Radar)**
- **132.650 MHz (Berlin Informationen)**
- **121.500 MHz (Int. Notruffrequenz)**
- **134.605 (ATIS)**

**Amateurfunk (NFM):**

- **145.775 MHz DB0HRO-Relay**
- **144.800 MHz APRS**
- **145.500 MHz Anruffrequenz 2m**
- **433.500 MHz Anruffrequenz 70cm**

**Freenet (NFM):**

- **149.025**

**Schiffsverkehr (NFM/AIS):**

- **156.800 MHz Kanal 16 Notruf**
- **161.975 MHz AIS Kanal A**
- **162.025 MHz AIS Kanal B**

**ADS-B:**

- **1090 MHz**

**Wettersonden:**

- **400 - 406 MHz**

**NOAA Wettersateliten:**

- **137.100 MHz**
- **137.620 MHz**
- **137.9125 MHz**

**Paging/Daten:**

- **149.1125 MHz**
- **149.1375 MHz**
- **149.200 MHz**
- **169.650 MHz**

# Klasse N Amateurfunk

#### RST-System

> Um die Empfangsqualität zu beurteilen, gibt man einen Empfangsbericht (Rapport). Hierfür findet das RST-System verwendung.

- **R (Readability):**
    - Zahl gibt die Lesbarkeit des Signals an und reicht von 1 - 5. Unter der Lesbarkeit wird verständlichkeit verstanden. Eine höhere Zahl bedeutet eine bessere Verständlichkeit. Die Lesbarkeit wird subjektiv anhand von Faktoren wie Lautstärke, Klarheit, Störungen und Verzerrungen beurteilt.
- **S (Signal Strength):**
    - Zahl gibt die Stärke des Signals an und reicht von 1 - 9. Eine höhere Zahl bedeutet eine höhere Signalstärke. Die Signalstärke wird von der Empfangspegelanzeige (S-Meter) abgelesen. Viele S-Meter können auch Werte über 9 Anzeigen. Die Anzeige solche Werte erfolgt dann abweichend in Dezibel (dB) über Stufe 9. Der S-Wert im Rapport wird dann z.B. so angegeben: 9+20dB. An dieser Besonderheit ist auch das S-Meter am Funkgerät gut zu erkennen.
- **T (Tone):**
- - Diese Zahl wird nur bei der Morsetelegrafie vewendet und gibt die Qualität eines Tons an. Bei Sprechfunk wird dieser Wert weggelassen. (1-9)

Merkhilfen:

<table border="1" id="bkmrk-wert-bereich-bedeutu" style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 119.2px;"><colgroup><col style="width: 25%;"></col><col style="width: 25%;"></col><col style="width: 25%;"></col><col style="width: 25%;"></col></colgroup><tbody><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">**Wert**</td><td style="height: 29.8px;">**Bereich**</td><td style="height: 29.8px;">**Bedeutung**</td><td style="height: 29.8px;">**Englisch**</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">R</td><td style="height: 29.8px;">1 - 5</td><td style="height: 29.8px;">Lesbarkeit</td><td style="height: 29.8px;">Readability</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">S</td><td style="height: 29.8px;">1 - 9</td><td style="height: 29.8px;">Signalstärke</td><td style="height: 29.8px;">Signal Strength</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">T</td><td style="height: 29.8px;">1 - 9</td><td style="height: 29.8px;">Tonqualität</td><td style="height: 29.8px;">Tone</td></tr></tbody></table>

R:

<table border="1" id="bkmrk-r-bedeutung-1-nicht-" style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 178.8px;"><colgroup><col style="width: 50%;"></col><col style="width: 50%;"></col></colgroup><tbody><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">**R**</td><td style="height: 29.8px;">**Bedeutung**</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">1</td><td style="height: 29.8px;">nicht lesbar</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">2</td><td style="height: 29.8px;">zeitweise lesbar</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">3</td><td style="height: 29.8px;">mit Schwierigkeiten lesbar</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">4</td><td style="height: 29.8px;">ohne Schwierigkeiten lesbar</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">5</td><td style="height: 29.8px;">einwandfrei lesbar</td></tr></tbody></table>

Beispiel RST-Rapporte im Sprechfunk:

<table border="1" id="bkmrk-verst%C3%A4ndlichkeit-s-m" style="border-collapse: collapse; width: 100%;"><colgroup><col style="width: 33.3333%;"></col><col style="width: 33.3333%;"></col><col style="width: 33.3333%;"></col></colgroup><tbody><tr><td>**Verständlichkeit**</td><td>**S-Meter**</td><td>**RST-Rapport**</td></tr><tr><td>einwandfrei</td><td>+20 db</td><td>59+10 dB</td></tr><tr><td>einwandfrei</td><td>9</td><td>59</td></tr><tr><td>ohne Schwierigkeiten</td><td>5</td><td>45</td></tr><tr><td>mit Schwierigkeiten</td><td>3</td><td>33</td></tr><tr><td>unverständlich</td><td>3</td><td>13</td></tr></tbody></table>


#### Ausbildungsfunkbetrieb

> Nur Funkamateure dürfen auf A,ateurfunkfrequenzen senden. Davon gibt es eine Ausnahme, den Ausbildungsfunkbetrieb. Dieser erlaubt es nicht-Funkamateuren zur Ausbildung unter unmittelbarer Aufsicht eines zugelassenen Funkamateurs der Klasse E oder A zu senden.
> 
> - Der Auszubildene benutzt dafür das Rufzeichen des Ausbilders und hängt den Zusatz "/T" an. Gesprochen wird dieser Zusatz als "Stroke Trainee" oder einfach nur "Trainee". Ein Auszubildener von DG2RON sagt beispielweise als Rufzeichen "DG2RON &gt;Trainee". Damit ist für andere erkennbar, dass ein Auszubildener funkt.

#### Offene Sprache

> Eine Besonderheit im Amateurfunk ist die Verpflichtung zu offener Sprache. Das bedeutet, dass es unzulässig ist, Verschleierungsverfahren wie geheime Codes zu verwenden, die dazu dienen, Dass Zuhörer nicht verstehen, worüber sich ausgetauscht wird. Digitale Kodierungen, Morsezeichen und Abkürzungen sind jedoch zulässig, wenn sie nicht dazu dienen, dass andere die Inhalte nicht verstehen können.

#### Funkverkehr nur mit Funkamateuren

> Der Amateurfunkdienst ist auf Funkamateure bescjränkt. Eine Amateurfunkstation darf daher nur andere Amateurfunkstationen kontaktieren. Es ist unzulässig, mit Funkstellen anderer Funkdienste zu funken. Von einer Amateurfunkstation aus darf man also beispielweise weder Behörden, Flug- noch mit Seefunkstellen oder eine CB-Funkstelle funken.

#### Gewerbliche Nutzung

> Der Amateurfunk darf nicht Wirtschaftlich genutzt werden. Es ist also beispielweise unzulässig, gegen Geld die Nutzung des Amateurfunks anzubieten oder den Amateurfunk für Absprachen in einem Unternehmen zu benutzen, z.B. als Taxi-Funk.

#### Frequenz und Wellenausbreitung

##### Frequenz

In der Einheit Hertz wird die Frequenz gemessen. Ein Herz ist gleich einer Schwingung pro Sekunde. Die EInheit wurde nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz benannt, der im Jahr 1886 als erster Mensch elektromagnetische Wellen erzeugen nachweisen konnte.

In Funkgeräten werden Elektrische Schwingungen von einem sogenannten Ozillator erzeugt. Wenn man die Sendetaste am Funkgerät betätigt, werden die Schwingungen dann zur Antenne geleitet und dort als Funkwellen abgestrahlt.

Beim Funkbetrieb müssen wir genau wissen, auf welcher Frequenz wir senden. Für die Messung der Sendefrequenz benutzt man deshalb einen Frequenzzähler. Beim Bauen und Abgleichen von Funkgeräten nutzt man Frequenzzähler, um zu messen, ob die Sendefrequenz mit der Anzeige am Gerät übereinstimmt.

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/grafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/grafik.png)

<table border="1" id="bkmrk-bezeichnung-abk%C3%BCrzun" style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 119.2px;"><colgroup><col style="width: 33.3704%;"></col><col style="width: 33.3704%;"></col><col style="width: 17.3995%;"></col><col style="width: 15.9709%;"></col></colgroup><tbody><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">**Bezeichnung**</td><td style="height: 29.8px;">**Abkürzung**</td><td style="height: 29.8px;">**Wert**</td><td style="height: 29.8px;">**Base**</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">1 Kilohertz</td><td style="height: 29.8px;">**1 kHz**</td><td style="height: 29.8px;">**1000 Hz**</td><td style="height: 29.8px;">x^3</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">1 Megahertz</td><td style="height: 29.8px;">**1 MHz**</td><td style="height: 29.8px;">**1 000 000 Hz**</td><td style="height: 29.8px;">x^6</td></tr><tr style="height: 29.8px;"><td style="height: 29.8px;">1 Gigahertz</td><td style="height: 29.8px;">**1 GHz**</td><td style="height: 29.8px;">**1 000 000 000 Hz**</td><td style="height: 29.8px;">x^9</td></tr></tbody></table>

Im amateurfunk der Einsteigerklasse N sind folgende Frequenzen erlaubt:

<table border="1" id="bkmrk-28---29%2C7-mhz-10m-14" style="border-collapse: collapse; width: 100%;"><colgroup><col style="width: 50%;"></col><col style="width: 50%;"></col></colgroup><tbody><tr><td>28 - 29,7 MHz</td><td>10m</td></tr><tr><td>144 - 146 MHz</td><td>2m</td></tr><tr><td>430 - 440 MHz</td><td>70cm</td></tr></tbody></table>

##### Sinusschwingung

Elektrische Schwingungen bestehen aus Wechselspannung, die abwechselnd positive und negative Polarität annimmt. Die Spannung wechselt meist aber nicht abprupt von positiv nach negativ und zurück. Die Spannung am Stromnetzt schwingt immer wieder sanft wie ein Pendel von Plus über 0 nach Minus und wieder über 0 und zurück zum Plus.

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/Wmjgrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/Wmjgrafik.png)

Diese Grundform nennt man Sinusschwingung. Man kann sie gut an ihrem wellenförmigen Verlauf erkennen. Neben den sinusförmigen Wechselspannungen gibt es eine Vielzahl weiterer Schwingungen. Die bekanntesten sind folgende:

- Rechtechförmige Schwingung
- Dreieckförmige Schwingung
- Sägezahnförmiche Schwingung

##### Amplitude und Periode

Den maximalen Abstand von der Nullinie bis zum höchsten oder tiefsten Punkt nennt man Amplitude. Eine Sinusschwingung besteht aus einer positiven und einer negativen Halbwelle. Dafür benötigt die Sinusschwingung eine gewisse Zeit (t). Die Zeitspanne vom Beginn einer positiven Halbwelle bis zum Ende der darauffolgenden negativen Halbwelle nennt man Periode oder auch Periodendauer. Nach Ablauf einer Periode beginnt der Vorgang von neuem.

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/Ebwgrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/Ebwgrafik.png)

##### Funkwellen

Leitet man eine elektrische Schwingung an eine Antenne, dann strahlt diese eine Funkwelle ab. Funkwellchen gehören genauso wie das Licht zur elektromagnetischen Wellen und breiten sich daher mit Lichtgeschwindigkeit aus. Diese beträgt - im so genannten Freiraum, wo es keine Hindernisse gibt - annähernd 300 000 Kilometer pro Sekunde.

Funkwellen bestehen aus Wellenbergen und Wellentälern. Je höher die Wellenberge und je tiefer die Wellentäler sind, umso stärker ist das Funksignal. Man spricht in diesem Zusammenhang von der Feldstärke. Die Höhe eines Wellenberges bzw. die Tiefe eines Wellentals nennt man wie bei der elektrischen Schwingung auch hier Amplitude.

Man darf sich von der Darstellung der Momentaufnahme nicht verleiten lassen zu glauben, dass die elektromagnetische Welle im Raum auf- und abtanzt. Auf der vertikalen Y-Achse ist keine räumliche Auslenkung nach oben oder unten, sondern die Feldstärke dargestellt. Ist die Kurve weiter von der Nullinuie entfernt, ist die Feldstärke größer.

##### Wellenlängee 

Den Abstand zwischen zwei Wellenbergen bzw. Wellentälern nennt man Wellenlänge. Die Wellenlänge ist unabhängig von der Frequenz. Je größer die Frequenz, desto kleiner die Wellenlänge. Die Wellenlänge wird mit dem griechischen Buchstaben <span class="katex"><span aria-hidden="true" class="katex-html"><span class="base"><span class="mord mathnormal">λ</span></span></span></span> vezeichnet und üblicherweise in Meter angegeben.

Der Zusammenhang zwischen der Frequenz und der Wellenlänge ergibt sich aus der Lichtgeschwindigkeit von 300000km/s. Eine Welle mit der Frequenz von 1 Hz breitet sich 300 000 km aus, bevor auf einen Wellenberg ein weiterer Wellenberg folgt. Eine Welle mit der Frequenz von 1000 Hz breitet sich nur 300km aus, bevor auf einen Wellenberg wieder ein Wellenberg folgt. Bei 1 000 000 Hz also 1 MHz sind es nur noch 300m.

Daraus ergeben sich folgende Formeln, mit denen sich leicht zwischen f (in MHz) und wellenlänge <span class="katex"><span aria-hidden="true" class="katex-html"><span class="base"><span class="mord mathnormal">λ</span></span></span></span> (in Metern) umrechnen lässt:

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/Vtpgrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/Vtpgrafik.png)

Die beiden Formeln finden sich auch in der Formelsammlung, bei bei der Prüfung als Hilfsmittel vorliegt.

Teilt man also 300 durch die Wellenlänge in Metern, erhält man die Frequenz in MHz. Und genauso andersrherum: Teilt man 300 durch die Frequenz in MHz, erhält man die Wellenlänge in Metern.

Wollen wir also beispielweise die Wellenlänge der Frequenz 145,3 MHz berechnen, dann setzen wir diese in die zweite Formel ein und lösen dann:

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/1RDgrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/1RDgrafik.png)

Genauso funktioniert es andersherum. Setzen wir die Wellenlänge von 2,06m in die erste Formel ein, dann kommt die ursprüngliche Frequenz heraus:

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/V8agrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/V8agrafik.png)

##### Wasserfalldiagramm

Freqzenz und Zeit auf den Achsen und Signalstärke als Farbton und/oder Helligkeit.

Hier ist nur wichtig das der bereich oberhalb **Amplitudenspektrum** genannt wird.

Man darf das Amplitudensprektrum nicht mit dem Oszillogramm verwechseln. Das Amplitudenspektrum zeigt auf der horizontalen Achse, also von links nach rechts, die Amplituden für verschiedene Frequenzen an. Man kann also erkennnen, welche Anteile die unterschiedlichen Frequenzen am Gesamtsignal haben. Beim Oszillogramm hingegen werden die Amplituden zu verschiedenen Zeitpunkten gezeigt. Von links nach rechts ist der zeitliche Verllauf zu sehen.

##### Frequenzspektrum

Der Frequenzbereich elektromagnetischer Wellen ist sehr groß. Für Funkwelleb wurd nur ein Teil dieses Spektrums genutzt, überlicherweise der Frequenzbereich zwischen 30kHz und 300GHz. Den Frequenzbereichen werden Abkürzungen zugeordnet. Für die Prüfung müssen Frequenzbereiche von 3 MHz bis 3000 MHz den entsprechenden Begriffen zugeordnet werden könnnen.

- 3 - 30 MHz - High Frequency (HF), Short Wave (SW) oder Kurzwelle (KW)
- 30 - 300 MHz - Very High Frequency (VHF) oder Ultrakurzwelle (UKW)
- 300 - 3000 MHz - Ultra High Frequency (UHF) oder Dezimeterwelle

##### Frequenzzuteilung

Im Telekommunikationsgesetz (TKG) ist das Prinzip verankert, dass jede Frequenznutzung einer vorherigen Frequenzzuteilung bedarf. Das kann eine Einzelzuteilung oder eine Allgemeinzuteilung sein. Eine Einzelzuteilung liegt beispielweise vor, wenn Frequenzen einem Unternehmen für den Betriebsfunk zugeteilt werden. Eine Allgemeinzuteilung hingegen kann für die Allgemeinheit oder auch für einen bestimmten Personenkreis erfolgen, z.B. für Funkamateure. Die Zuteilungen sind im Frequenzplan der BNetzA dokumentiert.

Funkamateure dürfen Funkbetrieb daher nur auf dür sie zugeteilten Frequenzen durchführen. Auch wenn die Frequenzbereiche international vereinbart waren, sind ausschließlich die nationalaen Bestimmungen maßgebend, die sich jedoch an den internationalen Vereinbarungen orientieren.

Neben den Frequenzbereichen enthält die Anlage auch ausführliche Nutzungsbestimmungen, die von jedem Funkamateur einzuhalten sind. Darüber hinaus gibt es Verfügungen und Mitteilungen. Diese ergänzen die Anlage 1 und sind ebenso bindend. Sie werden bei Bedarf von der BNetzA im sogenannten Amtsblatt auf der Webseite der Behörde veröffentlicht.

##### Primärer und Sekundärer Funkdienst

Der Amateurfunkdienst hat in einigen zugewiesenen Frequenzbereichen primäre und in anderen Bereichen nur sekundäre Nutzungsrechte:

- Primär bedeutet, dass wir von anderen Funkdiensten Vorrang haben und von diesen keine Störungen hinnehmen müssen.
- Sekundär bedeutet, dass wir als Funkamateure andere Funkdienste nicht stören dürfen und Störungen durch diese hinnehmen müssen.

Welcher Status dem Amateurfunkdienst in Deutschland in den einzelnen Frequenzbereichen zugewiesen wurde, kann in der Spalte 3 der Anlage 1 der AFuV abgelesen werden. Der Buchstabe P steht für Primär und S für Sekundär.

Eine Besonderheit stellen Küstenfunkstellen dar. Obwohl uns das 80m-Band primär zugewiesen ist, müssen wir solchen Funkstellen den Vorrang gewähren, da sie eine feste Frequenz zugeteilt haben, die sie nicht ändern dürfen.

Eine weitere Besonderheit ist der sogenannte ISM-Bereich. Ein Teilbereich des 70cm-Amateurfunkbandes wird für Anwendungen aus den Bereichen Industrie, Wissenschaft und Medizin, aber auch in Haushaltsgeräten mitbenutzt. Die Abkürzung ISM kommt von der englischen Bezeichnung "Industrial, Scientific and Medical Band". Dort finden sich z.B. Signale von Garagentoröffnern, Funkwetterstationen, Autoschlüsseln, Wegfahrsperren oder Reifendrucksensoren. Obwohl der Amateurfunkdienst in diesem Frequenzbereich primäte Nutzungsrechte genießt, müssen Störungen durch solche Geräte ausnahmsweise dennoch hingenommen werden.

##### IARU-Bandpläne

Die nationalen Amateurfunkverbände haben sich in der "International Amateur Radio Union" (IARU) zusammengeschlossen. Durch die Zusammenarbeit in der IARU wird ein weltweit geordnetes Nebeneinander der verschiedenen Betriebsarten auf den Amateurfunkbändern erreicht. Neben der Interessenvertretung für alle Funkamateure gibt die IARU Bandpläne heraus. Diese enthalten wichtige Empfehlungen der IARU, die von jedem Funkamateur eingehalten werden sollen.

Der IARU-Bandplan gliedert sich nach den Amateurfunkbändern. In der Amateurfunkprüfung werden nur die IARU-Bandpläne für das 2m- und das 70cm-Band behandelt. Auf diese Pläne und die einzelnen Fragen gehen die beiden folgenden Abschnitte ein.

Eines ist auf fast allen Bändern übrigens gleich geregelt. Bis auf wenige Ausnahmen ist der für Mosetelegrafie (CW) empfohlene Breich am Bandanfang.

##### IARU-Bandpläne

Die Bandpläne teilen ein Band in einzelne Frequenzssegmente auf. Für jeden Frequenzbereich werden bevorzugte Übertragungsverfahren ausgewiesen.

Um schnell einen Funkpartner zu finden, kann man einen CQ-Ruf auf der "Anruffrequenz" eines Bandes starten. Diese werden im IARU-Bandplan als calling gekennzeichnet. Dabei wird zwischen zwei Übertragungsverfahren unterschieden:

- FM-Sprechfunk ("FM calling")
- Digitale Telefonie ("digital voice calling")

Bei FM-Sprechfunk handelt es sich um ein analoges Übertragungsverfahren. Digitale Telefonie fasst alle digitalen Übertragungsverfahren für den Sprechfunk zusammen.

Anruffrequenzen sollten grundsätzlich für Anrufe freigehalten werden, d.h. sobald nach einem Anruf eine Verbindung hergestellt wurde, sollte man sich auf eine abdere Frequenz verständigen und den Funkverkehr dort fortsetzen. Es bietet sich dafür eine Frequenz aus dem Bereich des FM-Sprechfunk und digitale Telefonie an, der im Bandplan als "FM/Digital Voice" gekennzeichnet ist.

Für ein weiteres Übertragungsverfahren, die analoge SSB-Telefonie, ist es ein wenig anders geregelt. Hier ist keine Anruffrequenz vorgesehen, sondern ein sogenanntes Aktivitätszentrum. Damit wird zum einen angedeutet, dass die Frequenz nicht für Anrufe freizuhalten ist, und zum anderen, dass Anrufe auch im Umfeld dieses Frequenz stattfinden sollen. Dafür kann der gabte mit "SSB" gekennzeichnete Breich genutzt werden. Aktivitätszentren werden im Bandplan als center of activity markiert.

Für eine Vielzahl besonderer Anwendungen sind eigene Frequenzbereiche reserviert. Diese Frequenzbereiche ollten bevorzugt für die jeweils vorgesehenen Anwendungen genutzt werden. Es sollte beispielweise vermieden werden, diese für eine Telefonie-Direktverbindung mit einem Funkamateur aus der Nähe zu verwenden. Häufige Anwendungen sind:

- Satelliten-Up- und Downlink (satelite uplink, satelite downlink)
- Baken ("beacons")
- Relaisfunkstellen, Eingabe und Ausgabe (Repeater input, Repeater output)
- Weltraumkommunikation (space communication)
- Morsetelegrafie (CW)

##### Wellenausbreitung 

Funkwellen mit unterschiedlichen Frequenzen verhalten sich unterschiedlich, was die Ausbreitung über unseren Planeten betrifft. In den folgenden Abschnitten werden wir eine Reihe verschiedener Begriffe und Phänomene kennenlernen, die sich alle mit der Ausbreitung von Funwellen beschäftigen und uns Weitverbindungen erlaiben. Je nach verwendetem Frequenzbereich können unterschiedliche Aspekte von Bedeutung sein:

- Der Funkhorizont, der etwas weiter geht als der sichbare Horizont (VHF, UHF und höher)
- Überreichweiten durch Wetterereignisse in der Trophosphäre (VHF, UHF und höher)
- Besondere Überreichweiten durch Sporadic-E (VHF, UHF)
- Die Raumwelle durch Brechung an der Ionosphäre (Kurzwelle)

##### Funkhorizont 

Die Funkwellen im VHF- und UHF-Bereich verhalten sich ähnlich wie das Licht. Das Licht reicht maximal bis zum geografischen (sichtbaren) Horizont. FUnkwellen schaffen ca. 15% mehr Reichweite, da sie ein wenig der Erdkrümmung folgen (Bild). Wir sprechen dann vom Funkhorizont.

Für eine zuverlässige Funkverbindung im VHF- und UHF-Bereich und besonders auch auf noch höheren Frequenzen ist meistens eine Sichtverbindung erforderlich. Hohe Gebäude und Berge können die Funkverbindung beeinträchtigen. Je höher die Antenne ist, umso größer ist die Reichweite. Weit entfernte Stationen erreicht man von einem höheren Berg besser als aus einem Tal oder Stadtzentrum.

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/Un9grafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/Un9grafik.png)

##### Trophosphärische Inversionsbildung

Im VHF-Bereich führt manchmal ein besonderer Effekt zu sogenannten Überreichweiten. Es können dann erheblich größere Reichweiten erzielt werden. Die Ursache dafür findet in der Trophosphäre statt. Das ist die unterste schicht der Atmosphäre der Erde. Sie reicht bis in rund 15km Höhe und wird auch als Wetterschicht bezeichnet, da sich hier der Großteil des Wetters abspielt.

Insbesondere im Frühjahr und Helbst kommt es vor, dass sich warme über kalte Luftschichten legen. In diesem Fall spricht man von einer Inversionswetterlage. Am Übergang zwischen den Luftschichten mit unterschiedlicher Temperatur werden die Funkwellen bis zur Erde hin reflektiert.

Die auftretenden Überreichweiten ermöglichen Funkverbindungen mit Stationen in rund 800 bis über 1000km Entfernung. Im VHF-Bereich ist dies ein häufiger Ausbreitungsweg für Weitverbindungen.

##### [![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/vLcgrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/vLcgrafik.png)

##### Sporadic-E

Noch größere Reichweiten von 1000 bis 2000km werden in den Sommermonaten durch Sporadic-E-Bedingungen ermöglicht. Dabei treten meist schaf begrenzte und kleinräumige (eben "sporadische"), aber dafür außerordentlich stark ionisierte Bereiche in etwa 100 bis 110km Höhe auf. Diese Bereiche brechen Funkwellen zur Erde zurück (Refraktion). Wann und wo Sporadic-E genau auftritt, lässt sich nicht vorhersagen.

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/efMgrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/efMgrafik.png)

##### Ionosphäre 

Un oberen Teil der Erdatmosphäre befindet sich die Ionosphäre. Sie hat großen Einfluss auf die Funkwellenausbreitung im Kurzwellenbereich.

Durch die Strahhlung der Sonne werden in der Ionosphäre elektrisch geladene Teilchen erzeugt. An diesen elektrisch geladenen Teilchen werden elektromagnetische Wellen gebrochen (refraktiert) und dadurch zur Erde zurückgelenkt. So können im Kurzwellenbereich große Reichweiten erzielt und weltweite Funkverbindungen möglich werden. An der Ionosphäre gebrochene Funkwellen werden als Raumwelle bezeichnet - im gegensatz zur Bodenwelle, die der Erdkrümmung folgt, aber meist nicht so weit reicht wie die Raumwelle.

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/F2Vgrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/F2Vgrafik.png)

Die Ausbreitungsbedingungen unterliegen einem täglichen und jahreszeitlichen Wechsel. Einen wesentlichen Einfluss auf die Kurzwellenausbreitung hat der elfjährige Sonnenzyklus. Zum Höhepunkt des Zyklos treten besonders viele sogenannte Sonnenflecken auf. Die Sonne stößt dann besonders viel elektromagnetische Strahlung und Materie aus und nimmt starken Einfluss auf die Ionosphäre und somit die Funkbedingungen.

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/HWOgrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/HWOgrafik.png)

Bei Funkbetrieb auf Kurzwellenbändern kann es dazu kommen, dass eine sogenannte Tote Zone entsteht. Damit sind Entfernungen gemeint, die für die Bodenwelle zu weit weg und für die Raumwelle zu nah sind. Dies führt häufig datz, dass man von einer laufenden Funkverbindung nur eine der beteiligten Stationen hören kann, weil sich die andere in der Toten Zone befindet. Dadurch kann zunächst der falsche Eindruck entstehen, dass eine Frequenz frei ist.

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/zTIgrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/zTIgrafik.png)

#### Aufbau von Rufzeichen 

Im amateurfunk gibt es unterschiedliche Arten von Rufzeichen. Ub der Antssprache nennen sich persönliche Rufzeichen "personengebunde Rufzeichen". In Deutschland wird ein solches jedem Funkamateur mit der Zulassung für den Amateurfunkdienst durch die BNetzA zugeteilt. Es ist weltweit eindeutig und darf nur persönlich durch den Funkamateur verwendet werden, dem es zugeteilt wurde.

Ein Rufzeichen besteht aus drei Teilen: Präfix, Ziffer und Suffix. Das Präfix besteht in der Regel aus den ersten beiden Zeichen, z.B. DL oder 4U. Manchmal ist er aber auch nur ein Zeichen lang. Es folgt eine Ziffer von 0 bis 9. Den Abschluss bildet das Suffic mit mindestens einem weiteren Zeichen.

Das Präfix ist länderspezifisch zugeordnet und kann zur Lokalisierung der Amateurfunkstation dienen. Die Präfixe werden durch die Internationale Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU) in den Radio Regulations (RR) festgelegt. Alle Mitgliedsstaaten der ITU sind angehalten, diese in nationales Recht umzusetzen.

Für deutschland sind in den Radio Regulations die Präfixe DA bis DR und Y2 bis Y9 vorgesehen. Die Präfixe Y2 bis Y9 werden in der Praxis jedoch kaum verwendet.

[![grafik.png](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/scaled-1680-/Zhjgrafik.png)](https://nihonsaba.net/wiki/uploads/images/gallery/2026-07/Zhjgrafik.png)

Personengebunde deutsche Amateurfunkrufzeichen bestehen immer aus einem 2-buchstabigen Präfix, einer Ziffer und einem 2- oder 3-buchstabigen Suffix. Zum Beispiel FL1PZ, DO7PR oder DN2JMU

Neben den persönlichen Rufzeichen können weitere Rufzeichen für fernbediente und automatisch arbeitende Amateurfunkstellen oder Klubstationen zugeteilt werden.

DIe BNetzA vergibt Präfixe in Deutschland nach dem Rufzeichenplan, sodass man anhand des Rufzeichens den Verwendungszweck erkennen kann. Der Rufzeichenplan steht während der Amateurfunkprüfung als Hilfsmittel zur Verfügung. Dieser Plan ist bei der Beantwortung einer Reihe von Fragen sehr hilfreich.

#### Persönliche Rufzeichen 

Personengebundene Rufzeichen sind die am häufigsten vergebenen Rufzeichen. In Deutschland gibt es drei unterschiedliche Zulassungsklassen, mit jeweils eigenen Bereichen im Rufzeichenplan. Die einzelnen Klassen lauten, aufbauen aufeinander, Klasse N (Entry Level License), Klasse E (Novice) und Klasse A (Advanced). Aus der untenstehenden Tabelle kann man entnehmen, welche Präfixe und Ziffern zugeordnet sind.

<table border="1" id="bkmrk-klasse-pr%C3%A4fix-und-zi" style="border-collapse: collapse; width: 100%;"><colgroup><col style="width: 50%;"></col><col style="width: 50%;"></col></colgroup><tbody><tr><td>**Klasse**</td><td>**Präfix und Ziffer**</td></tr><tr><td>Klasse N</td><td>**DN9**</td></tr><tr><td>Klasse E</td><td>**DO1 - DO9**</td></tr><tr><td>Klasse A</td><td>**DB1 - DD9, DF1 - DH9, DJ1 - DM9**</td></tr></tbody></table>

<table border="1" id="bkmrk-klasse-rufzeichen-kl" style="border-collapse: collapse; width: 100%;"><colgroup><col style="width: 50%;"></col><col style="width: 50%;"></col></colgroup><tbody><tr><td>**Klasse**</td><td>**Rufzeichen**</td></tr><tr><td>Klasse N</td><td>DN9AAA, DN9ZZZ</td></tr><tr><td>Klasse E</td><td>DO2AAA, DO2ZZZ</td></tr><tr><td>Klasse A</td><td>DL3AAA, DL3ZZZ</td></tr></tbody></table>

Nach bestandener Überprüfung kann man den Antrag auf die "Zulassunf zur Teilnahme am Amateurfunkdienst" bei der BNetzA einreichen. Nach abgeschlossener Bearbeitung bekommt man die Zulassungsurkunde mit dem persönlichen Rufzeichen zugestellt. Erst mit dieser Zulassung darf der Funkbetrieb aufgenommen werden. Die Zulassung gillt nur persönlich für den Funamateur, der in der Urkunde eingetragen ist. Sie ist nicht übertragbar.

Im Antragsformular der BNetzA besteht die Möglichkeit, ein Wunschrufzeichen anzugeben. Auch wenn der Wunsch in der Regel erfüllt wird, gibt es keinen Anspruch auf die Zuteilung eines bestimmten Rufzeichens. Es kann sinnvoll sein, mehr als einen Wunsch anzugeben, da ein Rufzeichen zwischenzeitlich zugeteilt worden sein könnte oder aus anderen Gründen nicht vergeben werden kann.

Die BNetzA ändert Rufzeichen in der Regel nicht von sich aus. Ändern sich jedoch Regularien oder Zulassungsklassen, kann es notwendig werden, dass Rufzeichen von der BNetzA eingezogen oder geändert werden. Jedoch kann jeder Funkamateur von sich aus einen neuen Antrag auf Zulassung zum Amateurfunkdienst stelleen. Auf diesem Weg kann man das eigene Rufzeichen wechseln.

#### Klubstationen

In der Regel wird eine Amateurfunkstation nur von einer Person betrieben. Manche Funkamateure betreiben aber auch gemeinsam eine Station, die dann als Klubstation bezeichnet wird. Neben den personengebunden Rufzeichen gibt es für solche Gruppen von mindestens drei Funkamateuren spezielle Rufzeichen zur gemeinschaftlichen Nutzung an einer Klubstation.

Um ein Rufzeichen für eine Klubstation zu beantragen, muss die Gruppe eine Person als Stationsverantwortlichen benennen, die selber Funkamateur mit Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst ist. Der Stationsverantwortliche wird Inhaber des Rufzeichens, das auf fünf Jahre befristet zugeteilt wird. Eine Verlängerung muss rechtzeitig beantragt werden. Das Rufzeichen für die Klubstation kann erst verwendet werden, wenn die Zuteilung erfolgt ist.

Eine Klubstation darf von jedem Funkamateur genutzt werden, der über eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst verfügt. Die Nutzung ist auch nicht auf Mitglieder der Gruppe Beschränkt.

Ein Funkamateur der Zeugnisklasse N oder E darf auch an einer Klubstation der Klasse A Funkbetrieb machen, jedoch nur im Rahmen seiner Berechtigung. Umgekehrt darf ein Funkamateur mit Zeugnisklasse A an einer Klubstation der Klasse E oder N nur die jeweils für die Klasse E bzw. N zugelassenen Leistungen und Bänder verwenden. Das gleiche gillt entsprechend für alle anderen Kombinationen.

Bei Veranstaltungen oder ähnlichem kann eine Klubstation auch kurzzeitig an anderen Standorten betrieben werden. Eine Meldung an die BNetzA ist bei einer kurzzeitigen Änderung des Standortes nicht erforderlich.

#### Ausbildungsrufzeichen

Klasse E und A ist automatisch auch Ausbilder.

Der Ausbilder muss sich stets in unmittelbarer Bähe des Auszubildenden aufhalten und ihn bei der Bedienung des Funkgerätes und der Betriebsabwicklung anleiten. Denn nur das Aufhalten in unmittelbarer Nähe ermöglicht es dem Ausbilder, regulierend in den Ausbildungsfunkbetrieb einzugreifen. Das kann im Extremfall auch das Abschalten des Senders bedeuten. Die Betreuung eines Auszubildenden über eine größere Entfernung oder per Funk, von einem anderen Standort aus, ist nicht gestattet.

Wenn die BNetzA es verlangt, muss der Ausbilder der Behörde gegenüber Auskunft über "Art und Umfang" des Ausbildungsbetrieb geben. 149.110

#### Remote-Stationen